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Bioelektrische Aktivität des Gehirns

NEUROMODULATION

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

NEBENWIRKUNGEN

Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen der Neuromodulation

Die Hauptverfahren der Neuromodulation in unserer Ordination – tDCS, taVNS, TPS und
EMTT – sind nicht-invasiv: kein Eingriff, keine Narkose, keine Medikamente. Sie gelten als
gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind meist leicht und klingen rasch von selbst ab.

ERSTGESPRÄCH

Sicherheit beginnt mit dem Erstgespräch

 

Vor jeder Behandlung klären wir im ärztlichen Erstgespräch, welche Methode für Sie geeignet ist, und schließen Gegenanzeigen aus. Für die TPS benötigen wir aktuelle MRT- Aufnahmen. Bitte informieren Sie uns insbesondere über:

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  • Herzschrittmacher, Defibrillator oder andere Implantate, Metall im Kopf oder frühere

  • Schädeloperationen

  • Herzerkrankungen oder Neigung zu Ohnmacht

  • Blutgerinnungsstörungen, Thrombosen oder blutverdünnende Medikamente

  • Kortison in den letzten sechs Wochen oder eine Antikörpertherapie gegen Alzheimer

  • Epilepsie, Tumorerkrankungen oder eine bipolare Störung

  • Schwangerschaft oder Stillzeit

  • Hautprobleme an Kopfhaut oder Ohr

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Bringen Sie bitte eine Liste Ihrer Medikamente mit. Viele dieser Punkte schließen eine
Behandlung nicht aus. Oft passt dann ein anderes Verfahren.

TECHNIKEN

NEBENWIRKUNGEN & RISIKEN DER EINZELNEN METHODEN

tDCS

Gleichstromstimulation mit dem Neurohelm

Während der Anwendung ist ein Kribbeln, Jucken oder Wärmegefühl unter den Elektroden normal. Danach können vorübergehend Hautrötungen, Müdigkeit oder leichte Kopfschmerzen auftreten. Liegen die Elektroden schlecht an oder sind sie ausgetrocknet, sind Hautreizungen bis hin zu kleinen Verbrennungen möglich. Deshalb schulen wir Sie genau ein. Bei Depression wurde sehr selten eine übermäßig gehobene Stimmung ( Hypomanie) beschrieben. Die tDCS ist gut untersucht: In über 33.000 Sitzungen wurden keine schweren oder bleibenden Schäden berichtet.

 

Nicht angewendet bei: Herzschrittmacher, Defibrillator oder anderen elektronischen Implantaten, Metallimplantaten im Kopf, Wunden oder Ekzemen an den Elektrodenstellen.


Nach sorgfältiger Abwägung bei: früheren Schädeloperationen, Epilepsie, Schwangerschaft, bipolarer Störung.

TPS Neurolith Gerät Storz.png

TPS

Transkranielle Pulsstimulation mit dem NEUROLITH®

Spürbar ist ein leichtes Klopfen am Kopf, manchmal ein Druckgefühl. Nebenwirkungen sind pro Sitzung selten (in Studien bei etwa 4 % der Sitzungen). Über eine ganze Behandlungsserie bemerkt ein Teil der Behandelten leichte, vorübergehende Beschwerden: Kopfschmerzen, gedrückte Stimmung, Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit. Bitte achten Sie und Ihre Angehörigen auf Stimmungsveränderungen und informieren Sie uns. In Einzelfällen wurden Kreislaufreaktionen wie ein Blutdruckabfall beschrieben. Die TPS findet daher immer in unserer Ordination statt. Der NEUROLITH® ist für die Alzheimer-Demenz CE-gekennzeichnet. Bei anderen Erkrankungen setzen wir ihn außerhalb dieser Zweckbestimmung ein (Off-Label-Use). Da die TPS ein junges Verfahren ist, sind Langzeitdaten zur Sicherheit noch begrenzt.

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Nicht angewendet bei: Blutgerinnungsstörungen oder Thrombose, Tumor im Behandlungsbereich, Kortison in den sechs Wochen vor der ersten Sitzung, Metall im Kopf, nicht für die TPS freigegebenen Herzschrittmachern, Epilepsie, Schwangerschaft und Stillzeit. Zusätzlich prüfen wir Ihr MRT auf Veränderungen wie Gefäßfehlbildungen oder frühere Hirnblutungen.

 

Nach sorgfältiger Abwägung bei: blutverdünnenden Medikamenten (bitte nie eigenmächtig absetzen), Antikörpertherapie gegen Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder wiederholten Ohnmachtsanfällen.

taVNS Vagusnerv Stimulation 1.jpg

taVNS

Vagusnerv-Stimulation am Ohr

Spürbar ist ein leichtes Kribbeln am Ohr. Möglich sind Hautrötungen oder ein Druckgefühl am Ohr, Kopfschmerzen, leichter Schwindel oder Nackenverspannungen. Der Vagusnerv beeinflusst auch Herzschlag und Blutdruck. Wird Ihnen schwindlig oder unwohl, beenden Sie die Stimulation und setzen oder legen Sie sich hin. Eine große Übersichtsarbeit mit 177 Studien fand keinen Zusammenhang mit schweren Nebenwirkungen.

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Nicht angewendet bei: Herzschrittmacher, Defibrillator, Cochlea-Implantat oder anderen aktiven Implantaten, sehr langsamem Herzschlag (Bradykardie), Schwangerschaft, Wunden oder Entzündungen am Ohr.


Nach sorgfältiger Abwägung bei: Herzrhythmusstörungen, koronarer Herzerkrankung, früherem Herzinfarkt, Neigung zu Ohnmacht.

Magnetolith von Storz Medical 1.jpg

EMTT

Magnetotransduktions-therapie mit dem MAGNETOLITH®

Spürbar ist manchmal ein leichtes Pochen oder Kribbeln während der Impulse. In Einzelfällen treten leichte Hautrötungen oder Schmerzen auf. Tätowierungen im Behandlungsbereich können sich leicht erwärmen. Bei eingeschränktem Schmerzempfinden, etwa durch eine Polyneuropathie, dosieren wir besonders vorsichtig. Bitte legen Sie vorher Schmuck, Handy und Bankkarten ab. Begleitpersonen mit Herzschrittmacher halten mindestens zwei Meter Abstand zum Gerät.

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Nicht angewendet bei: Schwangerschaft, Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten.

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Nach sorgfältiger Abwägung bei: Tumor oder Metallimplantaten im Behandlungsbereich.

Heimtherapie mit Neuromodulationsgeräten

Wenden Sie das Gerät nur so an, wie wir es bei der Einschulung gezeigt haben, und nur auf gesunder Haut. Wird es schmerzhaft, brechen Sie ab. Verwenden Sie das Gerät nicht beim Autofahren, beim Bedienen von Maschinen oder im Bad. Ist das Gedächtnis eingeschränkt, nehmen Sie bitte Angehörige zur Einschulung mit.

Wann Sie sich melden sollten

Neuromodulation ergänzt Ihre bisherige Therapie. Bitte setzen Sie keine Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ab. Melden Sie sich bei uns, wenn Beschwerden nicht rasch abklingen oder Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt. Bei plötzlichen, starken Beschwerden wie heftigen Kopfschmerzen, Brustschmerzen oder Lähmungserscheinungen wählen Sie bitte sofort den Notruf 144.

Image by Andreas Weilguny
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